Wie du einen Finanzberater in Deutschland prüfst
Die rumänische Community hat gute Gründe, vorsichtig zu sein. Caritas, FNI, die Insolvenzen rumänischer Versicherer, Agenturen, die für kostenlose Anträge Geld verlangen – all das hat Spuren hinterlassen. Und auch in Deutschland tauchen immer wieder „Berater“ ohne jede Zulassung auf.
Die gute Nachricht: In Deutschland kannst du jeden kostenlos in zwei Minuten überprüfen. So geht es.
Schritt 1: Im amtlichen Register nachsehen
Wer in Deutschland Versicherungen vermitteln darf, muss im Vermittlerregister stehen – dem öffentlichen Register der Industrie- und Handelskammern.
- www.vermittlerregister.info öffnen
- „Registerabfrage“ wählen
- Nach Name, Firma oder Registernummer suchen
- Wer dort nicht auftaucht, darf nicht vermitteln. Ohne Ausnahme.
Prüf auch mich: Ramon Curelusa, Nummer D-RBPU-BHSW0-68.
Schritt 2: Auf die Art der Erlaubnis achten
Im Register steht, welche Erlaubnis jemand hat. Der Unterschied ist entscheidend:
| Eintrag | Bedeutung |
|---|---|
| § 34d Abs. 1 GewO – Versicherungsmakler | Unabhängiger Makler. An keine Gesellschaft gebunden, vergleicht den Markt, steht auf der Seite des Kunden. (Das ist mein Status.) |
| § 34d Abs. 1 GewO – Versicherungsvertreter | Vertreter. Vertritt eine oder wenige Gesellschaften. Kann ein anständiger Mensch sein, kann aber nur die eigenen Produkte anbieten. |
| § 34d Abs. 2 GewO | Vermittler mit eingeschränkter Erlaubnis (z. B. nur bestimmte Produkte). |
| § 34f / § 34i GewO | Eigene Erlaubnisse für Finanzanlagen bzw. Immobiliardarlehen. |
Wichtig, auch bei mir: Ich habe § 34d Abs. 1 – Versicherungen. Baufinanzierung, Wertpapierdepots (ETF) und Immobilienkauf vermittle ich nicht selbst: Ich erkläre, wie es funktioniert, und stelle den Kontakt zu zugelassenen Partnern her. Wer dir „alles aus einer Hand“ verspricht, ohne die Erlaubnisse zu haben, hat dich schon beim ersten Satz getäuscht.
Schritt 3: Direkt nach der Vergütung fragen
Wer seriös arbeitet, antwortet ohne Zögern. Es gibt drei Modelle:
- Courtage (Provision) – im Versicherungsbeitrag enthalten. Du zahlst nichts extra, der Berater verdient nur bei Abschluss. Das ist mein Modell, und ich sage es offen.
- Honorarberatung – du zahlst die Beratung pro Stunde, die Produkte sind provisionsfrei. Sauber, aber selten und mit direkten Kosten.
- Angestellt bei einer Gesellschaft – Gehalt plus Verkaufsboni für eigene Produkte.
Keines ist per se schlecht. Schlecht ist fehlende Transparenz.
Schritt 4: Warnsignale
- Verspricht garantierte Renditen oder „sicheren Gewinn“. Das kann niemand garantieren – solche Aussagen sind sogar unzulässig.
- Nennt sich „der Beste“ oder „Nummer 1“ ohne Beleg.
- Drängt: „nur heute“, „letzte Chance“.
- Verlangt Geld für Anträge beim Staat (Kindergeld, Steuererklärung) – die sind kostenlos, die Familienkasse warnt selbst vor solchen Agenturen.
- Gibt nichts Schriftliches heraus.
- Will dich ins „Team“ holen, bevor dein Anliegen gelöst ist.
Was der deutsche Staat absichert
Auch bei einem seriösen Berater bleibt eine Frage: Was, wenn die Gesellschaft in Schieflage gerät? Dafür gibt es Sicherungssysteme:
- BaFin beaufsichtigt Versicherer und Banken.
- Protektor übernimmt Lebensversicherungsverträge, wenn ein Versicherer ausfällt.
- Medicator tut dasselbe für private Krankenversicherungen.
- Die Einlagensicherung schützt Guthaben bis 100.000 € je Kunde und Bank.
- Jeder Vermittler braucht eine Berufshaftpflichtversicherung (meine: VHV Allgemeine Versicherung AG).
Das ist kein Versprechen von mir, sondern gesetzlich geregelt – und selbst überprüfbar.
Wenn du trotzdem unsicher bist
Schreib mir eine Frage per WhatsApp, bevor es um irgendein Produkt geht. Wie ich antworte, sagt dir mehr als jede Über-uns-Seite.